Die Träger der Cantador-Medaille  
     
 
1993
Helmut Hirsch,
Prof. Dr. phil.,
Historiker

1994
Clemens Amelunxen,
Dr. jur.,
Senatspräsident a. D., Schriftsteller

1995
Kurt Masur,
Prof. Dr. (h.c. mult.),
Gewandhauskapellmeister bis 1996

1998
Hans Dietrich Genscher,
Prof. (h.c.) Dr. (h.c. mult.), Bundesminister a. D

2003
Knut Ipsen,
Prof. Dr. jur. Dr. (h.c. mult.),
Jurist

Lorenz Cantador

Lorenz Cantador wurde am 1. Juni 1810 in Düsseldorf geboren. Der einer wohlhabenden Familie der bürgerlichen Oberschicht Düsseldorfs angehörende Kaufmann deutsch-italienisch-franzö-sischer Herkunft wurde 1848 zum Chef der Bürgerwehr gewählt. Enttäuscht vom Rechts- und Vertrauensbruch des preußischen Königs, der seine Truppen gegen die Nationalversammlung und die aufbegehrende Bevölkerung eingesetzt hatte, wurde Cantador zum entschlossenen Kämpfer für Recht und Freiheit. Sein Versuch, der preußischen Staatsgewalt mit seiner Bürgergarde zu trotzen, scheiterte mit der Revolution. Um der drohenden Todesstrafe zu entgehen, emigrierte er nach Amerika, wo er 1863 im amerikanischen Bürgerkrieg auf Seiten der Nordstaaten als Oberstleutnant und Regimentskommandeur in der Entscheidungsschlacht bei Gettysburg wieder für die Freiheit kämpfte.

Am 1. Dezember 1883 starb Cantador verarmt, krank und vergessen in New York.